Seiten

Posts mit dem Label Rezension werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Rezension werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

[Rezension] Dunkle Momente von Elisa Hoven

Donnerstag, 16. Juli 2026

[Rezension] Dunkle Momente von Elisa Hoven auf www.nanawhatelse.at

 

Was ist unser Leben mehr als die Menschen, die darin zu Hause sind?
(Aus: Dunkle Momente von Elisa Hoven, Seite 254–255. Textrecht: FISCHER Taschenbuch)

Das verrät der Klappentext: „Jede Tat hat eine Geschichte.“ Eva Herbergen ist Strafverteidigerin mit ganzer Seele. Ihre Aufgabe ist es, Menschen vor Strafe zu bewahren: die berühmte Schriftstellerin, den gebrechlichen Millionär, die überforderte Stiefmutter. Sie weiß, es braucht nicht viel, dass aus einem Menschen ein Verbrecher wird, vielleicht sogar ein Mörder. Es genügt ein dunkler Moment, der die Wendung markiert – zum Opfer oder zum Täter. Auch Eva kämpft mit diesen Grenzen, die sie selbst schon überschritten hat, mit den blinden Flecken unserer moralischen Verurteilung. Mit jedem Fall, den Eva erzählt, in dem die Grenze zwischen Gerechtigkeit und Recht verschwimmt, lösen sich ihre Gewissheiten auf. Bis sie sich fragt, welche Konsequenzen sie ziehen muss.

[Rezension] Vorwiegend festkochend von Lara M. Gahlow

Dienstag, 28. April 2026

Rezension zu "Vorwiegend festkochend" von L. M. Gahlow auf www.nanawhatelse.at


„… aber eins habe ich gelernt: Entscheide sehr genau, was dich im Inneren berührt. Und behalte die Fassung, wenn mal etwas durchrutscht."
(Aus: Vorwiegend festkochend von Lara M. Gahlow, Seite 45. Textrecht: Ankerwechsel Verlag)

Das verrät der Klappentext: Minna ist 92 Jahre alt und weiß, was es heißt, allein zu sein. Doch seit geraumer Zeit kommen wechselnde Pfleger*innen in ihre überheizte Wohnung – und plötzlich steht da Moni. Erfahren, direkt und empathisch geht sie auf die alte Dame zu. Leicht ist das nicht.
Zwischen norddeutscher Sachlichkeit und einer geteilten Vorliebe für Puffreis entspinnt sich eine Geschichte über zwei Frauen, die auf den ersten Blick wenig verbindet. Eine preisgekrönte Erzählung – feinfühlig, humorvoll und ein bisschen traurig.
Sie zeigt: Es ist nie zu spät für Verbindung.

Persönlicher Leseeindruck: Vorwiegend festkochend erzählt eine zu Herzen gehende, wütend machende Geschichte, die mitten aus dem Leben gegriffen ist. Sie handelt vom Alt-Sein, vom Allein-Sein, vom Nicht-mehr-ernst-genommen-Werden. Von den prekären Verhältnissen in der Pflege, unter denen Pflegekräfte ebenso wie Pflegebedürftige leiden, weil das Mensch-Sein unter all dem Zeitdruck einfach zu kurz kommt. Von unverhofften Begegnungen, die uns heilen und wachsen und ein Stückchen mehr zu dem Menschen werden lassen, der wir eigentlich sind.

[Rezension] Das dritte Licht von Claire Keegan

Mittwoch, 8. April 2026



„Du brauchst nichts zu sagen, nie“, sagt er. „Denk immer daran: Das ist etwas, was du nie tun brauchst. So mancher Mann hat viel verloren, nur weil er eine perfekte Gelegenheit verpasst hat, nichts zu sagen.“
(Aus: Das dritte Licht von Claire Keegan, Seite 70, Textrecht: Steidl Verlag)

Das verrät der Klappentext: An einem heißen Sommertag, gleich nach der Frühmesse, liefert ein Vater seine kleine Tochter bei entfernten Verwandten auf einer Farm im tiefsten Wexford ab. Seine Frau ist schon wieder schwanger, noch ein Maul wird zu stopfen sein. Sollen die kinderlosen Kinsellas die Kleine so lange dabehalten, wie sie wollen …
So findet sich das Mädchen an einem seltsam fremden Ort wieder: Hier gibt es einen Brunnen, der nie austrocknet, Milch und Rhabarber und Zuwendung im Überfluss. Hier gibt es aber auch ein trauriges Geheimnis, das einen Schatten auf die leuchtend leichten Tage wirft, auf diesen einen glücklichen Sommer, in dem das Mädchen lernt, was Familie bedeuten kann.

Persönlicher Leseeindruck: „Das dritte Licht“ erzählt auf wenigen Seiten auf eindrucksvoll lakonische und vielleicht gerade deshalb sehr nachdrückliche Art die Geschichte eines irischen Sommers. Doch es ist weniger sommerliche Wärme als vielmehr trostlose Kälte, die einen während des Lesens der ersten Seiten beschleicht.

Denn wir erleben das Geschehen aus der kindlichen Perspektive der stets namenlos bleibenden, jungen Protagonistin, die eines Tages wie ein ungeliebtes Möbelstück vom Vater bei ihr völlig Fremden – dem Ehepaar Kinsella – abgeladen wird. Noch weiß sie nicht, dass dieser Sommer sich anfühlen wird wie warmer Regen nach langer Dürre.

[Rezension] Brackwasser von Jana Stieler

Montag, 15. September 2025



Julias Verschwinden blieb ein Rätsel, aber sie war nicht wirklich fort. Sie verfolgte mich beharrlich. Julia war immer da, wie die Grundierung auf einer Leinwand, die alle Farben darauf beeinflusst, auch wenn man sie nicht bewusst wahrnimmt.
– aus: Brackwasser von Jana Stieler, Seite 35 [Textrechte: Limes]

Das verspricht der Klappentext: Zwei entfremdete Schwestern. Ein Grab im Wald. Und ein Geheimnis, das auch nach Jahrzehnten noch tödlich ist…
Vor über zwanzig Jahren hatte Svea sich geschworen, nie wieder in die Heimat zurückzukehren. Nach einem Sommerfest verschwand Sveas beste Freundin ohne jede Spur. Aber nun wurde ihre Leiche gefunden, tief im Wald versteckt. Für Svea steht der Schuldige fest: ihr Schwager, der damals mit ihrer Freundin zusammen war. Keiner kennt die Wälder an der Schlei so gut wie er. Svea will ihre Schwester Fenja und deren Kinder mit allen Mitteln vor dem überzeugten Prepper schützen. Doch Fenja misstraut ihr zutiefst – und Svea kann ihr nicht sagen, was in jener Nacht wirklich geschah… [Textrechte: Limes, Penguin Random House]

[Rezension] Waldinneres von Mónica Subietas

Donnerstag, 21. August 2025

Waldinneres von M. Subietas, Rezension auf www.nanawhatelse.at

Er weinte, wie er es nicht gekonnt hatte, als er sich von seiner Familie verabschiedete. Die verdammte Würde hatte ihn daran gehindert. Die Würde war nutzlos.
Waldinneres von Mónica Subietas, Seite 34

Das verspricht der Klappentext: Eine Flucht vor den Nazis und ein Geheimnis, das bis in die Gegenwart reicht.

Ein jüdischer Kunstsammler rettet sich mit Fluchthelfern vor den Nazis in die Schweiz, doch seine Spur verliert sich im Dickicht eines Waldes. Zurück bleibt nur sein Gehstock, darin eingerollt ein kleines Gemälde.
Siebzig Jahre später betritt Gottfried Messmer das Foyer einer Bank in Zürich. Im Schließfach seines Vaters findet er einen echten Klimt. Wie kam sein Vater an dieses Bild? Und wo ist sein wahrer Besitzer? Gottfried muss sich einem Familiengeheimnis stellen, das weit in die Geschichte seines Landes zurückreicht.

Mónica Subietas‘ bewegender Roman „Waldinneres“ erzählt von Liebe, Freundschaft und Verrat, von finsteren Zeiten und glücklichen Tagen. [Textrechte: S. Fischer Verlag]

[Rezension] Die Krimi-Ladys von Dedley End von Victoria Walters

Samstag, 7. Januar 2023

Die Krimi-Ladys von Dedley End von V. Walters; Rezension auf www.nanawhatelse.at
 

"Ja, ich lese ständig Krimis und Detektivgeschichten, und ich bin sogar nach einer berühmten fiktiven Detektivin benannt, aber jetzt mal im Ernst – wir können doch nicht wirklich selbst Ermittlungen anstellen." 

Aus: Die Krimi-Ladys von Dedley End von Victoria Walters, Seite 87

Das verrät der Klappentext

Im malerischen englischen Örtchen Dedley End betreiben Nancy Hunter und ihre Großmutter Jane eine Krimi-Buchhandlung. So aufregend ihre Bücher sind, so beschaulich ist ihr eigenes Leben – bis die Krimi-Ladys zu einem Empfang im Herrenhaus der Familie Roth eingeladen werden. Denn noch während des Begrüßungscocktails stürzt die schöne Lucy Roth über eine Brüstung in den Tod. Schnell wird klar, dass Lucy gestoßen wurde. Aber wer könnte sie ermordet haben und warum? Nancy und Jane beschließen, Nachforschungen anzustellen. Bald jedoch fragen sie sich, ob das eine gute Idee war. Denn der Mörder hat längst bemerkt, dass sie ihm auf den Fersen sind ... [Textrechte: Goldmann Verlag]

[Rezension] Der Nachbar von Patrícia Melo

Montag, 15. August 2022

Der Nachbar von Patrícia Melo auf www.nanawhatelse.at


Grundlage für das Verstandesgebäude, für Wissen, Erholung, Gesundheit, ist die Stille. Sie ist der tragende Balken. Lärm zersetzt uns. Macht uns verrückt. Und tatsächlich leben wir in einer Welt, in der der Ausverkauf der Stille bereits stattgefunden hat.

Aus: Der Nachbar von Patrícia Melo, Seite 149

[Rezension] Aufzeichnungen eines Serienmörders von Kim Young-Ha

Samstag, 9. Juli 2022

[Rezension] Aufzeichnungen eines Serienmörders von Kim Young-Ha auf www.nanawhatelse.at


Das Gefühl, Gedichte zu schreiben, die niemand liest, und das Gefühl, Morde zu begehen, von denen man niemandem erzählen kann, sind sich nicht unähnlich.

Aus: Aufzeichnungen eines Serienmörders von Kim Young-Ha, Seite 38

[Rezension] Baba Dunjas letzte Liebe von Alina Bronsky

Freitag, 22. April 2022

Baba Dunjas letzte Liebe von A. Bronsky - Rezension auf www.nanawhatelse.at


Seine innere Uhr ist durcheinander, schon immer gewesen,
aber ich glaube nicht, dass es mit der Strahlung zu tun hat.
Man kann sie nicht für alles, was blöd zur Welt kommt,
verantwortlich machen.
Aus: Baba Dunjas letzte Liebe von Alina Bronsky, Seite 5

[Rezension] Das Geheimnis der Muse von Jessie Burton

Freitag, 27. August 2021



Die Meinung, dass nur ein Mann zur wahren Kunst berufen sein konnte, war so weit verbreitet, dass Olive es manchmal sogar selbst glaubte.
Aus: Das Geheimnis der Muse von Jessie Burton, 74–75

[Rezension] Der Ozean am Ende der Straße von Neil Gaiman

Donnerstag, 30. Juli 2020



„Wenn ich in meinem Buch las, hatte ich vor nichts Angst.“
Aus: Der Ozean am Ende der Straße von Neil Gaiman, Seite 74

[Kurzrezension] Im Namen der Liebe von Peter Turrini

Sonntag, 26. Juli 2020



Solange die Existenz
und die Lage 
des Paradieses 
nicht geklärt sind 
halte ich mich 
an dich. 
Aus: Im Namen der Liebe von Peter Turrini, Seite 27

[Rezension] Geschlossene Gesellschaft von Jean-Paul Sartre

Sonntag, 21. Juni 2020



… die Hölle, das sind die anderen.
Aus: Geschlossene Gesellschaft von Jean-Paul Sartre, Seite 59

[Rezension] Herr der Fliegen von William Golding

Mittwoch, 17. Juni 2020

Rezension Herr der Fliegen von William Golding www.nanawhatelse.at


"Das ist hier wie in so 'ner Abenteuergeschichte."
Aus: Herr der Fliegen von William Golding, Seite 30

[Rezension] The Catcher in the Rye von J.D. Salinger

Samstag, 14. März 2020

Rezension The Catcher in the Rye von J.D. Salinger www.nanawhatelse.at


What really knocks me out is a book that, when you’re all done reading it, you wish the author that wrote it was a terrific friend of yours and you could call him up on the phone whenever you felt like it. That doesn’t happen much, though.
Aus: The Catcher in the Rye von J.D. Salinger, Seite 19

[Rezension] Animal Farm von George Orwell

Montag, 24. Februar 2020



„ALL ANIMALS ARE EQUAL. BUT SOME ANIMALS ARE MORE EQUAL THAN OTHERS.“
aus: Animal Farm von George Orwell. Textrechte: Penguin, Seite 90.

Klappentext: Mr. Jones of Manor Farm is so lazy and drunken that one day he forgets to feed his livestock. The ensuing rebellion under the leadership of the pigs Napoleon and Snowball leads to the animals taking over the farm. Vowing to eliminate the terrible inequities of the farmyard, the renamed Animal Farm is organized to benefit all who walk on four legs. But as time passes, the ideals of the rebellion are corrupted, then forgotten. And something new and unexpected emerges …

Animal Farm – the history of a revolution that went wrong – is George Orwell’s brilliant satire on the corrupting influence of power.

[Rezension] The Wizard of Oz von L. Frank Baum

Samstag, 22. Februar 2020



„All the same,“ said the Scarecrow, „I shall ask for brains instead of a heart;
for a fool would not know what to do with a heart if he had one.“
aus: The Wizard of Oz von L. Frank Baum. Textrecht: Puffin Books, Seite 41.

Klappentext: Dorothy’s life is turned upside down when a tornado whisks her and her dog, Toto, from Kansas to the magical land of Oz. To get back home, she must follow a yellow brick road to find the Wizard in the Emerald City. But the Wicked Witch oft he West lies in wait. Will Dorothy ever find her way home?

[Rezension] One of us is lying von Karen M. McManus

Freitag, 1. November 2019

Rezension: One of us is lying von Karen M. McManus auf www.nanawhatelse.at

„I’m starting to realize there are some things you can’t undo, no matter how good your intentions are.“
aus: One of us is lying von Karen M. McManus, Seite 340. Textrechte: Penguin Books

[Rezension] To Kill A Kingdom von Alexandra Christo

Sonntag, 27. Oktober 2019

Rezension: "To Kill A Kingdom" von Alexandra Christo


„Everything is muted and as Lira swoops her blade down on mine once more, I let it all fall away. My mission, my kingdom. The world. They exist somewhere other than in this moment, and now there is only this. Me, my ship, and a girl with oceans in her eyes.“ 
aus: To Kill A Kingdom von Alexandra Christo, Seite 198, Zitatrecht: Hot Key Books