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„… aber eins habe ich gelernt: Entscheide sehr genau, was dich im Inneren berührt. Und behalte die Fassung, wenn mal etwas durchrutscht."(Aus: Vorwiegend festkochend von Lara M. Gahlow, Seite 45. Textrecht: Ankerwechsel Verlag)
Das verrät der Klappentext: Minna ist 92 Jahre alt und weiß, was es heißt, allein zu sein. Doch seit geraumer Zeit kommen wechselnde Pfleger*innen in ihre überheizte Wohnung – und plötzlich steht da Moni. Erfahren, direkt und empathisch geht sie auf die alte Dame zu. Leicht ist das nicht.
Zwischen norddeutscher Sachlichkeit und einer geteilten Vorliebe für Puffreis entspinnt sich eine Geschichte über zwei Frauen, die auf den ersten Blick wenig verbindet. Eine preisgekrönte Erzählung – feinfühlig, humorvoll und ein bisschen traurig.
Sie zeigt: Es ist nie zu spät für Verbindung.
Persönlicher Leseeindruck: Vorwiegend festkochend erzählt eine zu Herzen gehende, wütend machende Geschichte, die mitten aus dem Leben gegriffen ist. Sie handelt vom Alt-Sein, vom Allein-Sein, vom Nicht-mehr-ernst-genommen-Werden. Von den prekären Verhältnissen in der Pflege, unter denen Pflegekräfte ebenso wie Pflegebedürftige leiden, weil das Mensch-Sein unter all dem Zeitdruck einfach zu kurz kommt. Von unverhofften Begegnungen, die uns heilen und wachsen und ein Stückchen mehr zu dem Menschen werden lassen, der wir eigentlich sind.

