Wir sind Literaturliebhaber. Keine Schnorrer.

Seiten

Wir sind Literaturliebhaber. Keine Schnorrer.

Samstag, 26. September 2015

Edit: 27. September, 09:28 Uhr.
  • Da in einigen Kommentaren angemerkt wurde, dass man meinen Beitrag missverstehen könnte, wenn man ihn nicht zu Ende liest (auch wenn ich glaube, dass das viele Beiträge so an sich haben), möchte ich hier nur kurz sagen, dass ich meine LeserInnen für mündig und reif genug halte, meinen Artikel ZUERST zu lesen, und sich DANACH ein Urteil darüber zu bilden.
  • Mein Beitrag soll gerade NICHT verallgemeinern. Denn natürlich sind jene RezensionsexemplarjägerInnen  nur ein paar schwarze Schafe unter uns LiteraturbloggerInnen. Genauso wie jene, die Rezensionen oder Ideen klauen. Aber auch diese wenigen trüben die Stimmung und werfen ein komisches Licht auf alle.
  • Ich bin ehrlich gesagt überwältigt und ziemlich baff, über eure vielen Reaktionen und wie vielen von euch das gleiche Thema im Kopf herumspukt. Wie gesagt, ich möchte niemanden ankreiden, sondern einfach dafür sensibilisieren, dass Bücher einen Wert haben und das vor allem LiteraturbloggerInnen bewusst sein sollte.


Ich kaufe jedes Jahr zwischen 100 und 250 Bücher. Dieses Jahr waren es sogar mehr. Hörbücher, Reclamheftchen, Ebooks, gebundene Hardcover, Gedichtbände… alles ist dabei. Diese sind zum größten Teil für mich selbst – zum Vergnügen und fürs Studium, darunter sind aber auch viele Bücher, die ich zu Geburtstagen und an Feiertagen verschenke – ganz nach dem Motto: Literatur muss unter die Leute.

Foto: Nana - What else?

Heute habe ich den Entschluss gefasst, keine Rezensionsexemplare mehr anzunehmen. Wieso?

Weil ich das Gefühl habe, die Geiz-ist-geil-Mentalität nimmt (auch in der Blogosphäre) überhand. Gute Bücher haben einen Wert. Und zwar einen, der weit über das hinausgeht, was am Preiszettel steht. Literatur ist kostbar und ich für meinen Teil möchte den Buchhandel, soweit es mir möglich ist, unterstützen.

Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, wie mein Herz aufgeregt hüpfte, als ich als Blogger-Küken zum ersten Mal eine Email von einem Verlag bekommen hatte, in der ich gefragt wurde, ob ich vielleicht gerne den ein oder anderen Titel als Rezensionsexemplar erhalten und auf meinem Blog besprechen würde. Das war einfach ein tolles Gefühl. Und das ist es auch heute noch. Man freut sich einfach wie ein Keks, wenn man Überraschungspost von einem Verlag bekommt und ein Buch auspacken darf, mit dem man schon in der Verlagsvorschau geliebäugelt hatte und einem das Gefühl gegeben wird, dass die Arbeit, die Mühe und die Leidenschaft, die man in den eigenen Blog steckt, wahrgenommen und geschätzt wird. Zwar habe ich nie von mir aus bei Verlagen angefragt, aber doch ab und an, wenn ich eine Anfrage erhalten habe, ob man mir ein Rezensionsexemplar schicken dürfe, zugesagt. Auch das werde ich zukünftig wohl nicht mehr tun.

Denn das, was ich zurzeit mitbekomme, wie einige BuchbloggerInnen – Leute, die den Wert von Büchern vermitteln wollen (?!) – sich auf alles stürzen, was gratis ist, finde ich beschämend.

Foto: Nana - What else?

Hey – auch ich kaufe Mängelexemplare, ertausche Bücher und mache bei dem ein oder anderen Gewinnspiel mit. Dagegen ist doch gar nichts einzuwenden. Schließlich ist es nicht ganz billig, sich immer wieder mit Lesestoff einzudecken. (Andererseits: Wie viel geben wir alle für sinnlosen Krimskrams aus?) Aber seit Monaten lese ich nun in diversen Foren, "man solle dieses oder jenes Buch nicht kaufen, sondern als BloggerIn einfach während der Frankfurter Buchmesse bei den Messeständen der Verlage danach fragen." Oder: "Stimmt es, dass man als Blogger am Messesonntag alle Bücher gratis bekommt?" Und: "Ich hab da mal eine Frage. Wie macht ihr denn das? Geht ihr einfach zu den Messeständen, zeigt euren Bloggerausweis und fragt nach Büchern?" 

Leute, was ist denn los mit euch? 
Was soll diese „Wurscht. Ich nehm alles. Hauptsache gratis“- Einstellung? 
Geniert ihr euch denn gar nicht?

Die Frankfurter Buchmesse bietet euch die einzigartige Möglichkeit mit anderen BuchbloggerInnen und Literaturliebhabern, aber auch Verlagsmenschen und wunderbaren AutorInnen ins Gespräch zu kommen. Ich habe sicherlich nichts dagegen einzuwenden, wenn man ab und an mit viel Freude ein Rezensionsexemplar aus dem Briefkasten fischt. Aber diese bodenlose Dreistigkeit und die unfassbare Gier, die da einige an den Tag legen, die finde ich – und ich entschuldige mich für die Wortwahl – beschissen. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Viele Verlage bereiten sich lange vor, planen tolle Überraschungen, Meet&Greets und Signierstunden für euch und ermöglichen euch, bei Bloggertreffen Einblicke in die Verlagswelt zu bekommen und persönliche Kontakte zu knüpfen. Es ist einfach irre und schön und überwältigend, was alles getan wird, um LeserInnen und BloggerInnen glücklich zu machen. Wer also nur mit dem Hintergedanken auf Buchmessen fährt, Bücher und Goodies abzustauben, und nur bloggt, weil man „da gratis Bücher bekommt“, der hat das wirklich Tolle am Konzept „Bloggen“ nicht verstanden. Und schadet meiner Meinung nach auch dem Ruf von LiteraturbloggerInnen.

Foto: Nana - What else?

Mein Entschluss: Mit solchen Geiz-ist-geil-und-wenn’s-um-Bücher-geht-sowieso-und-überhaupt-Menschen möchte ich nicht in einen Topf geworfen werden. Auch wenn ich es überhaupt nicht schlimm finde, wenn LiteraturbloggerInnen ab und zu Rezensionsexemplare annehmen (wie immer im Leben gilt für mich auch hier das Motto: Alles mit Maß und Ziel), werde ich zukünftig auf Rezensionsexemplare verzichten. Denn die Entwicklung, die sich da breit macht, gefällt mir ganz und gar nicht. Da spare ich lieber ein wenig länger und kaufe mir alle meine Bücher selber.

Von den aberhunderten Büchern, die meine Bücherwand zieren, und die mir als waschechtem Bookoholic jeden Tag wieder ein Lächeln auf die Lippen zaubern, machen die Rezensionsexemplare vielleicht 1% aus. Und obwohl ich immer sorgfältig abgewogen habe, ob ich bei einer Anfrage zu- oder absagen sollte und nie einfach wahllos Rezensionsexemplare gehortet habe, fühle ich mich schlecht. Denn ich möchte nie mit jenen BuchbloggerInnen über einen Kamm geschert werden, die hunderte Bücher anfragen, um sich dann künstlich über die Höhe ihres SUBs aufzuregen. Da gönne ich mir gerne einfach noch öfter einen Bücherbummel und spare an anderer Stelle ein.

Foto: Nana - What else?

So. Eigentlich wollte ich euch nur kurz an meinen Gedanken teilhaben lassen und nun ist es doch ein halber Roman geworden. Wie seht ihr das? Ich hoffe, es fühlt sich niemand auf den Schlips getreten, aber ich finde es auch wichtig, einmal zu sagen, dass es ganz und gar nicht selbstverständlich ist, von Verlagen mit Rezensionsexemplaren versorgt zu werden und man dieses Privileg nicht schamlos ausnutzen sollte. 

Wir sind Bloggerinnen. BuchliebhaberInnen. Literaturjunkies.
Keine Schnorrer.



Wie immer freue ich mich sehr über eure Meinungen.


Die Bücher auf den Fotos stammen aus den Verlagen: Blanvalet, Weltbild, Heyne, Bastei Lübbe, Südwest, Ravensburger, Hanser, bloomoon, Ueberreuter, FJB, tosa, DVA, Klett Cotta, Arena, John Murray, Dumont, Styria, cbt, Carlsen, Wiener Verlag, S. Fischer, Insel Verlag, Bergverlag Rother, Page & Turner, Kindler, Piper, cbj, Mira TB, Thienemann-Esslinger, Darkiss, LIMES, Arche, Knaur., Loewe, Magellan, Otherworld, Pendo, Wunderlich, dtv, Ullstein, Herzklopfen Fantasy, Goldmann, Diogenes, Egmont Ink, Krüger und Rowohlt.

Foto: Nana - What else?

Kommentare:

  1. Hallo,

    ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe davon noch nicht wirklich viel mitbekommen. Ich blogge auch erst sein gut einem Jahr und ganz erstaunt über so viel Dreistigkeit. Immerhin ist es ja so wie du sagst, die Verlage geben sich viel Mühe und stecken harte Arbeit in ihre Überraschungen und dann wird das so schamlos ausgenutzt. Da fühlt es sich richtig verkehrt an ein Rezensionsexemplar anzunehmen, denn ich möchte auf keinen Fall mit diesen Bloggern über einen Kamm geschert werden. Ich liebe Bücher und sehe das wie du ich bin kein Schnorrer. Ich kaufe mir die Bücher, weil ich sie gerne lesen mag und dafür bin ich auch gerne bereit mehr auszugeben oder eben länger auf ein Buch zu sparen. Ich jammere zwar gelegentlich über meinen SuB finde es aber wahnsinnig toll die freie Auswahl zu haben, was ich gerne als nächstes lesen möchte. Deswegen kann man mein Gejammer auch meist nicht ernst nehmen, denn ich habe mir immer Gedanken gemacht, ob ich diese Bücher wirklich lesen möchte.

    Liebe Grüße
    Corinna

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo liebe Corinna! :)

      Ich denke, dass Rezensionsexemplare auch gut und wichtig sind: Bekommt das Buch eine ausführliche Besprechung, dann ist das für Verlag und Blogger eine win-win-Situation. Aber dass man sich vor Buchmessen regelrechte Strategien zurechtlegt, wie man an möglichst viele gratis Bücher kommt? Das halte ich nicht für zielführend :(

      .hihi. Ich jammere auch hin und wieder wegen der Höhe meines SUBs :D Luxusproblemchen *smile* Aber wie du genieße ich es, immer eine große Auswahl zu haben, wenn ich wieder ein paar gemütliche Lesestunden für mich habe.

      Danke fürs Vorbeischauen und ganz viele liebe Grüße!
      Schönes Restwochenende,
      Nana :)

      Löschen
  2. Liebe Nana,
    danke für deinen Artikel, der wohl vielen aus der Seele spricht. Mir geht es immer öfter wie Dir und durch mein aktuelles Buchkaufverbot/SuB-Abbau wird mir dieser Sachverhalt zudem immer bewusster. Vor meiner "Challenge" habe ich im Monat(!) ebenfalls zwischen 60 - 150 Euro für Bücher ausgegeben und der Aspekt den örtlichen Buchhandel bzw. meine Partnerbuchhandlungen zu unterstützen, ist mir stets sehr wichtig. Zu diesen selbstgekauften Büchern kamen dann an- und unangefragte Rezensionsexemplare...
    Ich blogge im Januar seit vier Jahren, habe eine große Reichweite und klar ist die Anerkennung jedes Mal ein tolles Gefühl, wenn man wieder eine Mail vom Verlag oder gar Überraschungspost bekommt. (Wenn die Überraschungspost tatsächlich noch ein Buch der Wunschliste war, natürlich umso schöner). ABER mittlerweile kann ich mich nicht mal mehr an die Zeit vor dem Bloggen erinnern... oder doch, halt... da habe ich Bücher oft bis zu sechs Mal gelesen, bis alle heilige Zeit mal ein neues einzog. (Das geht jetzt etwas in eine andere Richtung, aber du weißt sicher, was ich sagen will).
    Die Möglichkeit für die Zusammenarbeit mit den Verlagen ist toll, jedoch sollte man dabei nie den Aspekt außer Acht lassen, dass sie die Bücher nicht zum Spaß "verschenken" und eine Gegenleistung in Form einer ordentlichen Besprechung erwarten dürfen. Wie immer gilt: In Maßen und nicht in Massen.

    Herzliche Grüße aus dem Frankenland, Bröselchen ^_^

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Brrröselchen! :))

      Danke fürs Vorbeischaun!
      Ich komme auf so ziemlich das gleiche wie du - auch wenn ich versuche (*räusper* !!), mit meinem Buchbudget zu haushalten. Ich finde es wirklich toll und wichtig, wenn Verlage und BuchbloggerInnen zusammenarbeiten, denn Buchbesprechungen sind einfach ein richtig schöner Weg, andere mit der Begeisterung über ein Buch anzustecken. :D Aber diese Abgreifermentalität geht mir wirklich gegen den Strich.

      Ich verstehe sehr gut, was du meinst: So many books, so little time :D Davon können wir alle ein Lied singen. ^^

      Hugs aus Salzburg ins schöne Frankenland,
      Nana

      Löschen
  3. Hallo,

    danke für diesen tollen Beitrag, den ich über Facebook gefunden habe!
    Da in den nächsten Monaten auch mein erster Roman erscheint, stehe ich dann auch als Autorin vor der Frage: Was mache ich mit Rezensionsexemplaren? Und genau wie du geht mir diese allgemeine Geiz-ist-Geil-Mentalität gehörig gegen den Strich (wirklich allgemein auf alles bezogen).

    Im Vorfeld habe ich mich schon bei einigen Blogs umgesehen, sowohl bei großen als auch bei kleinen, und schnell wurde mir klar, dass gerade die kleineren, die vielleicht "nur" 20 Besucher am Tag haben, einen unglaublich hohen SUB haben. Ich hatte mich auch schon gewundert, wie das zusammenpasst, aber dank deines Artikels kann ich mir nun ein ungefähres Bild machen.

    Natürlich ist man als Debütautor, quasi als Nobody, darauf angewiesen, dass Blogger oder Amazonier das eigene Werk lesen und rezensieren. Vor allem letzteres geschieht eben im Alltag sehr selten, da fasse ich mich auch an die eigene Nase. Ich lese zwar sehr viel, aber kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal dazu eine Rezi bei Amazon etc. geschrieben habe, selbst wenn mir das Buch sehr gut gefallen hat. Doch wie will man das als Autor (auch mit einem Verlag im Rücken) ohne Freiexemplare oder sonstige kleinere Anreize schaffen?

    Nichtsdestotrotz teile ich deine Meinung und kann deinen Schritt, keine Freiexemplare mehr anzunehmen, absolut nachvollziehen.

    Viele Grüße
    Asuka Lionera

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo, liebe Asuka!

      Danke für deinen Besuch und deine lieben Zeilen! :) Ich freu mich, dass du über meinen Blog gestolpert bist! Ich denke auch, dass wir LiteraturbloggerInnen tatsächlich einen großen Beitrag dazu leisten (können), Bücher bekannt zu machen und finde es sehr schön, dass du an eine Zusammenarbeit denkst. :)) Es gibt gaaanz viele Möglichkeiten mit BloggerInnen in Kontakt zu treten, die sich für "Divinitas" interessieren würden und es mit Sicherheit gerne auf ihrem Blog und in anderen Foren besprechen würden! Ich denke da beispielsweise an Blogtouren, Leserunden, Specials, ...

      Ich glaube aber auch, dass es - wie du schon angedeutet hast - wichtig ist zu prüfen, wem man Rezensionsexemplare schickt. Generell finde ich es sehr toll und auch sinnvoll, wenn Kooperationen zwischen Verlagen/AutorInnen und BloggerInnen entstehen - denn uns alle verbindet ja die Liebe zu Büchern.

      PS: Ich werde Divinitas im Auge behalten! *smile*

      Liebe Grüße,
      Nana :)

      Löschen
    2. Hallo liebe Nana,

      oh, da freue ich mich aber! :)

      Ich kenne mich in der Bloggerszene nicht wirklich aus, aber ich hoffe sehr, dass sich dann auch ein paar Nicht-Schwarze-SUB-Aufbau-Schafe für mein Buch interessieren werden :)

      Vielleicht lese ich ja dann auch mal was von dir.

      Viele Grüße
      Asuka

      Löschen
    3. Hallo Asuka! :)

      Natürlich findest du die!! Ich wollte auch keinen Fall einen falschen Eindruck erwecken: 90% der LiteraturbloggerInnen, die ich kenne sind absolut passionierte Leserinnen und verwenden sehr viel Zeit und Mühe auf das Vorstellen und Besprechen von Rezensionsexemplaren! :) Und tatsächlich gibt es auch so einige, die sich auf Fantasy-Bücher spezialisiert haben :D *smile* Wenn du willst, stelle ich dir gerne auch einige Blogs zusammen, die an einer Zusammenarbeit sicher sehr interessiert wären! :)

      Ich habe mich bei dir schon ein wenig umgeschaut und freue mich schon sehr auf das Erscheinen von Divinitas. Wenn es Anfang nächsten Jahres (so startet man doch gerne ins neue Jahr?!) so weit ist, werde ich mich bei dir wegen eines signierten Buches melden.

      Ich wünsche dir einen schönen Sonntag!
      Alles Liebe, Nana :)

      Löschen
    4. Hallo liebe Nana,

      da freue ich mich aber drauf :) Signierte Exemplare gebe ich dann immer gerne her. Und ich komme sicherlich auf dich zu zwecks deiner Zusammenstellung!
      Ich hoffe, dass es beim angepeilten Januar 2016 bleibt. Im Drachenmond Verlag erscheinen gerade soooo viele tolle Titel, dass unsere liebe Lektorin am besten 36 Stunden pro Tag bräuchte :)

      Viele Grüße
      Asuka

      Löschen
  4. Interessanter Beitrag. Ich finde es auch interessant wie sich das Thema im Bezug auf die Buchmesse zuspitzt und habe auch schon ein paar "Horrorgeschichten" über einige Blogger gehört. Sehe es aber mit Humor  

    Die Höhe meines SUBs hat bei mir z.B. nichts damit zutun das ich so viel Rezi Bücher habe...sondern eher damit das ich ein Kaufproblem habe   Ich arbeite halt auch in einem Buchladen da kauft man automatisch recht viele Bücher. Man sieht sie und muss sie halt haben.

    Fakt ist: Für einen Verlag ist es einfach Werbung. Wenn sich das Geschäft für die nicht lohnen würde...dann würden die keine Bücher rausschicken, schließlich sind sie immer noch ein Unternehmen und kein Wohlfahrtsverein.

    LG Denise

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Denise! :)

      Danke für deinen Kommentar. :) Ich denke, da ist was falsch rüber gekommen: Ich kritisiere nicht, dass Verlage Bücher versenden. Ganz im Gegenteil. Das ist eine win-win-Situation, die ich sehr begrüße: Kooperationen zwischen Verlagen/AutorInnen und BloggerInnen sind gut und wichtig und schön. Was ich allerdings kritisiere ist die Einstellung einiger BloggerInnen.

      Geht es beim Bloggen nicht um Austausch? Die Liebe zur Literatur?
      Wenn ich in so einigen FB-Buchforen Beiträge lese, in denen man sich Strategien zurechtlegt, wie man bei der FBM möglichst viele Rezensionsexemplare abstauben kann, dann frage ich mich schon, ob das noch zielführend ist.

      Verlage, die an BloggerInnen herantreten, tun das natürlich aus gutem Grund. Und es ist auch okay, als BloggerIn an Verlage heranzutreten mit der Bitte um ein Rezensionsexemplar.

      Aber wenn das Bloggen dann Mittel zum Zweck wird und darauf reduziert wird, REs zu bekommen, dann läuft der Hase meiner Meinung nach ein bisschen schief. :D

      Liebe Grüße!

      Löschen
    2. Natürlich geht es darum :) Ich mag das Bloggen gerade für seinen Austausch. Man erreicht endlich Menschen, die auch gern lesen und quält nicht mehr seine unbelesenen Freunde...und davon habe ich echt viel zu viele :)

      Aber da gebe ich dir recht...mir ist das bei FB auch schon aufgefallen...Ich bin wirklich mal gespannt wie es auf der Buchmesse zu geht - ist meine erste - aber nach der letzten gab es ja recht viele negative Beiträge zum Thema "Verhalten - auf der Buchmesse"

      LG

      Löschen
    3. *hehe* Ich habe mittlerweile viele meiner Freunde mit meiner Liebe zu Büchern angesteckt :D Aber ich verstehe vollkommen, wie es dir geht: es ist einfach schön, als Literaturbloggerin andere Menschen kennenzulernen, die genauso literaturaffin sind, wie man selbst, mit denen man sich austauschen und über Neuheiten plaudern kann...

      Auch bei mir sind durchs Bloggen schon einige tolle Freundschaften entstanden. Deshalb finde ich es einfach nur toll, Part dieser wundervollen Community sein zu dürfen! :)

      PS: Ich wünsche dir gaaanz ganz viel Spaß bei der FBM! Als ich das erste Mal dort war, fühle ich mich wie Alice im Wunderland! :) Und ich hoffe, dass bis dahin einige ihr Verhalten überdacht haben...

      Liebe Grüße! :)
      Nana

      Löschen
  5. Huhu,
    dein Beitrag ist nicht der erste Beitrag, den ich über dieses Thema lese.
    Ich bin da allerdings zwiegespalten zum Thema.

    Ich blogge schon sehr lange (nicht auf diesem Blog, hatte vorher noch einen anderen Blog) und auch da habe ich die ersten Kontakte zu den Presseabteilungen der Verlage geknüpft. Demnach auch einige Rezibücher halten. Nicht viele, wo ich nachgefragt habe, aber man muss ja langsam anfangen.

    Klar, es wir immer irgendwelche "Gören" geben, die alle abstauben wollen. Aber ganz ehrlich? Wenn die Verlage die Bücher rausgeben, dann ist das ihr Problem! Denn man kann auch "nein" sagen. ;) Dass die, die nachfragen, aber auch Kids sind, die noch wirklich viel Erfahrung in ihrem Leben gesammelt haben, stelle ich jetzt mal so in den Raum.

    Ein anderes Beispiel ist, dass ich eine Verlegerin bzw. Inhaberin eines Verlages kenne. Ich weiß was es bedeutet, wenn sie ein Rezensionsexemplar vergibt. Welche "Last" dann auf deren Schulter liegt. Wird das Buch gut angenommen? Oder wird es direkt zerlegt? Ich weiß, was es ihr und dem Autor / der Autorin bedeutet, wenn ein Blogger oder jemand anders seine Meinung dazu sagt. Ein Blogger macht das Ganze öffentlicher. Es ist Werbung für das Buch. Kostenlose Werbung, das darf man nicht vergessen. Ich sitze z.B. an einer Rezi für ein Rezibuch länger als an einem selbstgekauften Buch. Ich finde die extra Aufmerksamkeit hat das Buch dann verdient.

    Dein Argument mit dem Kaufen ist richtig. Es steckt soviel Arbeit in einem Buch. Das ist wirklich verrückt und ich glaube, viele Leute und Blogger sind sich dem nicht bewusst. Deswegen bin ich der Meinung, dass man sich für ein Rezensionsbuch auch den Po aufreißen darf. Dass man die Werbung, die das Buch verdient auch entsprechend macht.

    Ich kann deine Entscheidung vollkommen nachvollziehen und finde es in Ordnung. Allerdings finde ich auch, dass du nicht jeden über einen Kamm scheren darfst!
    Wenn die Rezibücher nicht Überhand nehmen und ihre volle Aufmerksamkeit erhalten, dann ist es total okay.

    Ich wünsche dir einen wunderschönen Abend!
    Und nicht soviel über Dinge aufregen, die du eh nicht ändern kannst. ;) Das macht nur unnötig graue Haare! :D
    *knuff*

    Ganz liebe Grüße
    Steffi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Steffi! :) Danke für deine Zeilen!

      Mir ging es eigentlich in dem Beitrag genau darum, NICHT alle über einen Kamm zu scheren. Denn der Großteil ist NICHT so. Aber ein paar schwarze Schafe (wie auch beim Rezensionsklau) gibt es eben immer. Und genau die sorgen dann dafür, dass man BloggerInnen als Schnorrer abstempelt. Ich hoffe, ich kann einfach ein paar, für die Bloggen zur Jagd nach Rezensionsexemplaren geworden ist, wieder daran erinnern, dass es nicht nur darum geht, möglichst viele kostenlose Bücher zu bekommen.

      Ob und wie viele Bücher von Verlagen als Rezensionsexemplare rausgehen? Keine Ahnung. Das sollte eigentlich auch nicht Thema meines Beitrags sein. Mir ging es eigentlich mehr um die fragwürdige Einstellung mancher BloggerInnen, die sich regelrechte Strategien zurechtlegen. Mit Maß und Ziel ist für mich ALLES okay und eine win-win-Situation für Verlage und Blogger gegeben!

      Ich finde, da sollte es wieder zu einem Umdenken und mehr Wertschätzung kommen. Aber graue Haare lasse ich mir wegen nicht wachsen! :) Versprochen.

      LG, Nana

      Löschen
  6. Als lifestyle-beauty bloggerin kann ich von eben diesem Problem auch ein Lied singen. Es ist sehr schade, dass diese Problematik nun auch im Buchblog Bereich angekommen ist.
    Ich hatte diese Gedanken, die du aktuell schilderst auch einmal.Allerdings habe ich mir eine Lösung zurecht geschustert mit der ich persönlich zufrieden bin und mit der ich zufrieden bin. Inzwischen suche ich mir meine Kooperationen - die ja mit Rezensionsexemplaren definitiv auf einer Stufe stehen - viel sorgfältiger aus und versuche sie immer etwas reflektierter und objektiver zu betrachten , als Dinge die ich wirklich aus eigener Tasche gezahlt habe. Ich nehme nicht mehr - wie am Anfang meines Blogs - alles was geht. Denn ich finde eben dieses Geschnorre zerstört einen Blog unabhängig davon in welchem Genre er angesiedelt ist.

    Kooperationen sind schön und gut, aber nur in Maßen und auch nur wenn es ein Geben und Nehmen ist. Und eben kein Ausnutzen der Firma oder Verlage.

    Viele liebe Grüße :)

    AntwortenLöschen
  7. Hallo Nana,
    ich bin noch nicht so lange dabei. Und habe erst vor kurzem begonnen, das eine oder andere Rezi-Exemplar anzufragen. Meist weil ich den AutorIn schon kannte und/oder das Buch thematisch zu meinem Blog paßte. Auch gebe ich mir immer große Mühe die Rezis ordentlich zu schreiben. Das Buch muß mir gefallen und auch für meine Leser eine Bereicherung sein. Die meisten Bücher kaufe ich mir selber und genieße dieses Gefühl es zu können.

    Ich glaube, im Belletristik-Bereich wird das Abstauben wirklich zu einem Problem. Das ist schade.

    LG
    Margarete

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo, liebe Margarete! :)

      Danke fürs Vorbeischauen und deine lieben Zeilen! Du wirst sehen, man fühlt sich in der Buchblogger-Community pudelwohl. Und ich beschreibe hier auch nur das Verhalten von ein paar schwarzen Schafen - von denen ich aber wirklich hoffe, dass sie Ihr Verhalten bald überdenken.

      Ich finde es auch VOLLKOMMEN und zu 100% in Ordnung, wenn man Bücher annimmt oder anfragt: Solange es nicht um das Anfragen um des Anfragen willens geht, sondern man wirklich - wie du - die Absicht hat, das Buch zu lesen und ausführlich zu besprechen, sodass beide Seiten etwas davon haben. Das ist sogar sehr gut und richtig, denn durch solche Zusammenarbeit zwischen Verlagen/AutorInnen und Bloggern werden tolle Bücher bekannter und kommen unter die Leute.

      Ich hoffe, wirklich dass es zu einem Umdenken und mehr Wertschätzung kommt, bevor das Ganze zu einem Problem wird. :/

      Viele liebe Grüße und einen wunderschönen Sonntag,
      Nana

      Löschen
  8. Ich habe im Internet glücklicherweise noch nicht so viel von dieser Mentalität mitbekommen, aber schon oft von Anderen gehört, dass es immer schlimmer wird. Live erlebt habe ich das aber letztes Jahr auf der FBM. Ich war sehr stolz, auf ein Meet & Greet eingeladen worden zu sein und habe zugesagt, weil ich das Buch der Autorin schon im Regal hatte. Bei dem Treffen steckte ich mitten im Buch und hatte es noch nicht beendet. Ich war allerdings die Einzige, die das Buch überhaupt dabei hatte und kannte. Alle anderen stellten erstmal die für sie wichtigste Frage "Bekommen wir das Buch? Sonst gabs immer das Buch." Da war ich sehr sprachlos.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Guten Morgen, Anja! :)

      Danke für deinen Besuch. Letztes Jahr auf der FBM war ich teilweise wie du schon recht erschrocken über die Dreistigkeit, die manche BloggerInnen bzw. MessebesucherInnen an den Tag legten, wenn es um Goodies und Gratis-Bücher ging. Aber was ich heuer in verschiedensten Foren so lese, stößt mir wirklich richtig sauer auf.

      Dein Beispiel ist wohl das Beste, das man finden kann: Es geht nur ums Gewinnen und Bücherhorten - man hat sich weder mir der Autorin noch ihren Werken beschäftigt, nimmt einem anderen (wirklichen) Fan die Möglichkeit, am Meet&Greet teilzunehmen und nennt sich selbst Literaturliebhaber. Da läuft wirklich was verkehrt. :( Schade, dass du eine solche Erfahrung machen musstest.

      Wirst du die FBM dieses Jahr auch besuchen? (: Ich hoffe, dass die RE-JägerInnen sich bis dahin ein paar Gedanken über ihr Verhalten gemacht haben....

      Viele liebe Grüße und einen schönen Lese-Sonntag!
      Nana :)

      Löschen
    2. Ja, ich werde dieses Jahr auch wieder auf der Buchmesse sein. Diesmal aber ohne Meet & Greet ;) Dir auch noch einen schönen Sonntag!

      Löschen
    3. Dann wünsche ich dir ganz ganz viel Spaß! :) Ich bin mir sicher, die Verlage lassen sich auch dieses Jahr wieder allerhand Überraschungen für euch einfallen!

      Danke! :))

      Löschen
  9. Hey Nana,
    ich habe mir auch meine Gedanken zu dem Thema gemacht und habe meine Gedanken dazu in meinem Zuwachsposting geäußert. Sicher hast Du recht das es diese schwarzen Schafe gibt, doch diese fühlen sich leider meistens nicht angesprochen. Gott sei Dank sind sie auch in der Minderheit und Verlage wissen genau was sie davon halten und so versiegt mit der Zeit der Strom der REs.
    Schade finde ich nur das solche Postings nicht nur zeigen "Hey ich mache es anders" sondern die ganzen Blogger ankreidet, auch wenn das von Dir nicht beabsichtigt ist. Es wird eben nicht immer alles gelesen und so kommen teilweise falsche Eindrücke zu Stande.

    Viele Grüße
    Natalie
    P.S.: Wenn Du meine Gedanken dazu lesen magst, der Bloglink ist hinterlegt ;-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Natalie!

      Danke für deine Zeilen! :) Ich hoffe einfach, dass ich meinen LeserInnen so viel Mündigkeit und Fairness unterstellen darf, dass sie meinen Beitrag ZUERST lesen und sich DANACH ihre Meinung dazu bilden. Oder zumindest würde ich mir das wünschen. Ich liebe die Buchblogger-Community und fühle mich in ihr sehr sehr wohl. Durch das Bloggen über Literatur habe ich so viele wunderbare Menschen kennenlernen und Freundschaften schließen dürfen, dass ich es nur als enorme Bereicherung bezeichnen kann.

      Natürlich handelt es sich bei denjenigen, die Rezensionsexemplare einfach nur anfragen, um des Anfragens willen ohne die Absicht, den Büchern eine ausführliche Besprechung angedeihen zu lassen, um ein paar schwarze Schafe. Aber (wie zB: beim Rezensionsklau) diese paar trüben irgendwie einfach die Stimmung und werfen auf Dauer auch kein gutes Licht auf die gesamte Community.

      Deinen Beitrag lese ich natürlich gerne! Viele liebe Grüße!
      Nana

      Löschen
  10. Hallo Nana,

    witzigerweise arbeite ich derzeit auch an einem Post zu REs weil, ich in letzter Zeit auch immer wieder Aussagen höre die für mich echt schockierend sind.
    Das mit der Frankfurter Buchmesse ist mir auch schon untergekommen, ich finds traurig. Man hat manchmal das Gefühl bei manch einem dreht sich alles nur um die REs und darum, dass die menge über die REs etwas über die Qualität eines Blogs aussagt. Je mehr desto besser der Blog.

    Schade finde ich dann immer, dass die meisten Blogs qualitativ gar nicht mal so gut sind, Rezensionen die keine wirkliche Begründung haben und die meist nur den Inhalt anreißen ohne, dass mir als Leserin das weiterhilft. Sehe ich persönlich sehr, sehr oft, aber gut. Da zu richten ist nicht meine Aufgabe und die Verlage müssen ja selbst entscheiden wem sie was geben.

    Aber wenn sie wüssten wie gierig manche Menschen sind, dann würden sie sich das vielleicht auch anders überlegen? Fängt schon damit an, dass es Leute gibt die Bücher nicht kaufen wenn sie es als RE abgelehnt bekommen.
    Gestern habe ich gelesen, dass es wucher sei eine Reihe selbst zu kaufen, weil die einzelnen Bücher nur so kurz sind und es wurde dazu geraten sie wenn dann nur anzufordern. Dabei handelt es sich um eine impress Reihe, die pro Buch gerade mal 3,99€ kostet und das finde ich sowas von unverschämt.
    3,99€ für ein Buch eventuell ein bisschen weniger Seiten hat als andere Bücher aus dem Verlag ist doch trotzdem nicht überteuert. o.o
    Das schlimmste allerdings wovon ich immer wieder lese ist, dass man wirklich über einen gewissen Verlagsmitarbeiter geschimpft wird, weil er eine strengere Regelung hat als andere. Da geht es dann echt zu weit, für mich!

    Und genau das sind die Gründe warum ich derzeit an einem ähnlichen Post sitze, weil ich es einfach unfassbar traurig finde wie wenig Dankbarkeit dem ganzen entgegengebracht wird und weil es einigen nur noch um diese Gratis-Bücher geht.. :(

    Toller Post, tolles Zeichen das du setzt. :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Svenja!

      Danke für deinen Kommentar! Vieles spricht mir sehr aus der Seele! :)

      Was die "Qualität" der Blogs angeht, möchte ich -wie du- eigentlich kein Urteil abgeben. Rezensionen, in denen keine Argumente oder Begründungen zu finden sind, WARUM ein Buch gefällt oder nicht gefällt, sondern es nur schlicht heißt "Ich konnte damit irgendwie nicht so richtig warm werden..." (etc) sind für mich - und ich glaube, auch für keinen anderen - hilfreich. Vielleicht sehen das die Verlage ja ebenso und ziehen daraus auch Konsequenzen. Who knows?

      Gerade was Ebook-Preise angeht, klinke ich mich meist sehr schnell aus Diskussionen aus. Denn mein einziger Beitrag dazu wäre: HEULEN. Da sitzt man als Autor monatelang an einem Buch, ein Lektor holt das beste daraus raus und ein Designer entwirft ein schickes Cover... und dann ist es den meisten keine lausigen drei € wert. Natürlich sind drei Euronen drei Euronen - aber für ein Buch?! Ganz genau das meine ich mit dem Wert von Literatur: Ich glaube, den meisten ist einfach nicht mehr bewusst, wie viel Arbeit dahinter steckt. Es gibt keine Wertschätzung mehr gegenüber Literatur und Bücher werden behandelt als wären es Werbegeschenke wie Kulis. Das widerspricht einfach allem wofür ich als Literaturbloggerin stehen möchte.

      Das ist einfach schade. Und macht micht echt traurig. Ich habe auch schon einige Berichte über die letzte FBM gelesen, in denen beschrieben wurde, dass das Verhalten so mancher BloggerInnen wirklich zu wünschen übrig gelassen hat. Ich hoffe, dass sich das dieses Jahr nicht wiederholt und einige, ihr Auftreten überdenken.

      Ich bin schon sehr gespannt auf deinen Post und habe das Gefühl, uns beiden ergeht es da ziemlich ähnlich...

      Danke für deine Worte! Liebste Grüße,
      Nana

      Löschen
  11. Eins vorab, ich nehme gerne Rezensionsexemplare. Das hat einen Grund, ich entdecke Bücher, die ich mir nie gekauft hätte. So habe ich tolle Bücher entdeckt.

    Ich stecke sehr viel Zeit in Rezensionsexemplare, viel mehr als in gekaufte Bücher. Die Reziexemplare werden komplett gelesen, mit Fähnchen versehen. Bei Kochbüchern werden Rezepte ausprobiert. Und erst dann wird rezensiert.

    Ich kaufe auch Bücher keine Frage.
    Und ich freue mich jetzt schon auf die Buchmesse, auf tolle Interviews, Lesungen, Meeting und viele Gespräche mit Verlagsmitarbeitern und nicht, um gratis Bücher zu bekommen.

    Für mich ist ein Rezensionsexemplar idealerweise gekoppelt mit einer Zusammenarbeit mit dem Verlag. Ich versuche auch stets ausgewogen zu bleiben was Wettbewerber angeht.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Sabine! :)

      Danke für deinen Kommentar. Genau so soll das sein! :) Eine ernstgemeinte Zusammenarbeit, wo von vornherein klar ist, dass viel Mühe und Herzblut in eine Besprechung fließt. Das hat für mich gar nichts mit "Abgreifen" oder "Rezensionsexemplare horten" zu tun.

      Ich finde es sehr gut und sinnvoll, dass Verlage REs verschicken. So werden gute Bücher bekannt und bekommen die Aufmerksamkeit die sie verdienen. Was ich aber eben nicht gut finde, ist, wenn BloggerInnen an Verlage herantreten mit einer Wunschliste, die selbst dem Nikolo die Ohren schlackern ließe, OHNE Absicht, die Bücher in absehbarer Zeit zu lesen oder zu rezensieren. Da geht es rein ums gratis-Bücher bekommen. Und das ist schade. Ich hoffe auch, dass mein Beitrag den Unterschied zwischen dem einen und dem anderen klar gemacht hat.

      Viele liebe Grüße und einen schönen Sonntag!
      Nana

      Löschen
  12. Hallo Nana,

    wieder ein toller Artikel. Ich kann dich vollkommen verstehen! Ich freue mich zwar ehrlich gesagt immer über Rezensionsexemplare, aber mir ist es einfach sehr wichtig, die Buchhandlungen vor Ort zu unterstützen und ich gehe auch einfach gerne Bücher kaufen. Von daher frage ich Bücher gar nicht an und würde mich dabei, glaube ich, auch komisch fühlen.

    Selbst bei manchen Leserunden oder Rezi-Exemplaren, bei denen E-Books vergeben wurden, habe ich das E-Book anschließend noch gekauft, einfach um den Autor zu unterstützen. Es steckt so so so viel Arbeit hinter solch einem Buch und dann kostet es oft weniger als ein Kaffee bei Starbucks. Und selbst diesen geringen Preis wollen manche noch nicht zahlen. Schlimm. :(

    Nach deinem Beitrag fühle ich mich fast schon ein bisschen schlecht, dass ich momentan so viele "Gratis"-Bücher annehme. Du hast mich auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht! :)

    Liebe Grüße
    Anabelle

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Anabelle! :)

      Daran, dass du dich schon allein deshalb schlecht fühlst, dass du Rezensionsexemplare annimmst, die dir angeboten werden, sieht man schon, dass du absolut NICHT in die Kategorie "Schnorrer" fällst. Denn "Schnorrer" haben kein schlechtes Gewissen. Ich finde auch, dass es überhaupt keinen Grund gibt, ein schlechtes Gewissen zu haben, denn du schreibst wundervolle und sehr ausführliche Rezensionen und verschaffst den Büchern, die Aufmerksamkeit die sie verdienen. Und das hilft den Verlagen und Autoren, während Bücher, die erschnorrt wurden, oft monatelang auf einem SUB verstauben...

      Dir Gewissensbisse zu machen ist so ziemlich das letzte, was ich mit diesem Beitrag erreichen wollte :) Denn man merkt dir die Liebe zur Literatur und die Wertschätzung, die du Büchern gegenüber hast, in jedem Satz an :)

      Fühl dich gedrückt,
      Nana :)

      Löschen
  13. Hallo Nana,

    mir geht es so wie dir. Ich bekomme auch sehr oft Reziex. zugeschickt, die meisten aber wirklich ungefragt. Denn, ich selber frage nie selber Verlage ob ich eins kriegen darf, so bin ich nicht. Ich werde aber ab und an Gefragt, dann schau ich mir das Buch an und wenn es mir grade passt, dann freut es mich das ich zusagen kann. Das ist aber wirklich selten, ich lehne eigentlich mehr ab als das ich zusage.

    Warum? Erstens sicher aus dem selben Grund wie du. Ich finde diese Mentalität echt bescheiden. Aber die geht mir auch bei anderen Themen auf die Eeierstöcke, bei der Musik oder Filmen. Heute wird alles am liebsten gratis runter gesogen. Warm bezahlen wenn mans auch gratis bekommt. Hallo? Wo führt das hin? Schliesslich hat sich mal ein mensch oder Menschen mit Herzblut an seine Sache gesetzt, egal was es jetzt ist. Ob das mit gefällt oder nicht ist dann ja mein Problem.

    Aber es gibt auch noch einen 2. Grund. Es setzt mich unterdruck. Ich hab dann immer das Gefühl ich müsste das so schnell wie möglich lesen. Auch wenn mir das Buch jetzt gar nicht gefällt. Da ich aber so viele einfach zugeschickt bekomme, hab ich angefangen wir klich nur die zu lesen und in betracht zu ziehen die mich auch wirklich interessieren, die anderen werden verschenkt. Dazu möchte ich doch meine vielen Bücher, welche ich selber gekauft habe auch noch lesen und nicht nur die die mir in die Hand gedrückt werden.

    Also, ich kann dich verstehen, und finde daher deine Entscheidung nachvollziehbar. Ich hab es eh schon immer so gehandhabt das, wenn ich angefragt werde nur grade mal 5% bis max 10% annehme. Und so werde ich es auch weiter handhaben. Vorläufig.

    Liebe Grüsse
    Alexandra

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo, liebe Alexandra!

      Danke für deinen Besuch und deine lieben Zeilen! :)
      Ich denke auch, dass man - sofern man Bücher wertschätzt und sie möglichst zeitnahe lesen und besprechen will - durch das Annehmen von Rezensionsexemplaren unter Druck gerät. Die Verlage sehen das zwar vermutlich meist lockerer als man selbst, aber ich selbst habe mich auch schon das eine oder andere Mal dabei erwischt, dass ich eigentlich zu einem ganz anderen Buch greifen wollte, als ich es schlussendlich getan habe. Warum? Weil das "Verlagsbuch" möglichst bald besprochen werden sollte, während das von mir gekaufte wieder einmal warten musste. Deine Worte sprechen mir da wirklich aus der Seele und ich hoffe mein Entschluss trägt nicht nur dazu bei, dass vielleicht der ein oder andere über sein Verhalten nachdenkt, sondern auch dazu, dass ich etwas "stressfreier" lesen kann. :)

      Ich wünsche dir einen wunderschönen Start in die neue Woche!
      Viele liebe Grüße,
      Nana

      Löschen
    2. Guten Morgen liebe Nana,

      ja, ich denke auch das Verlage das viel lockerer sehen als ich selber *gg* Eben, ich habe einen SuB von über 300 selbstgekauften Büchern. Die wollen ja auch mal noch gelesen werden. ;) Und dann schiebt man die nach hinten weil eben ein Reziex angekommen ist, das man eben lesen sollte. Aber weil ich eben immer so viele ungefragt bekomme, hab ich mich vor 2 Jahren entschieden wirklich nur noch die zu lesen die mich wirklich auch neugierg machen und interessieren oder wenn es dann mal vorkommt eins das ich gerne angenommen habe nach einer Anfrage. Sonst käme ich echt nicht mehr dazu meine eigenen zu lesen und das find ich schade.

      Ehrlich? Ich denke es wird die anregen nach zu denken die s eigentlich nichts angeht. Die, die so denken wie wir, und nicht auf der Welle "Geiz-ist-Geil" surfen. Denn die interessiert es nicht was wir denken. Das ist meineErfahrung. Leider.

      Danke dir, und ich hoffe auch du bist gut in die neue Woche gestartet.

      Liebe Grüsse
      Alexandra

      Löschen
  14. Salve Nana

    Diese "Geiz ist geil" Mentalität durchzieht leider inzwischen sämtliche Lebensbereiche. Alles soll möglichst billig oder am besten gleich gratis sein. Es werden immer nur Forderungen gestellt, ohne das zu schätzen was man hat. Sollte jedoch dann irgendwann einmal eine Zeit kommen wo es uns nicht mehr so gut wie jetzt geht, wird uns das alles auf den Kopf fallen...

    Vale, Florianus ^^

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi Flo! :)

      Ja, leider kommt es auch mir so vor, als würde diese Einstellung vor nichts mehr halt machen. Und ich finde: es ist sogar ein schönes Gefühl auf etwas hinzusparen und sich dann selbst eine kleine Freude zu bereiten. Wie gesagt, jeder freut sich über Geschenke und LiteraturbloggerInnen haben natürlich auch das Recht, Rezensionsexempare anzunehmen - ich finde das VOLLKOMMEN in Ordnung. Solange alles mit Maß und Ziel gemacht wird und Wertschätzung gegeben ist. Ich hoffe, es kommt zu einem Umdenken, bevor uns der Himmel auf den Kopf fällt :D

      Liebste (blumige) Grüße,
      Nana

      Löschen
  15. Hallo,
    wann findet die Buchmesse immer statt? Irgendwie verpass ich das immer, obwohl ich eigentlich sehr interessiert bin... Vor ein paar Monaten war ich erst bei einer tollen Messe, bei der sich die Aussteller viel Mühe gegeben haben, was mir sehr aufgefallen ist. Zum Beispiel wurden Rollups eingesetzt um die Bücher gut zu präsentieren, das war echt ein Hingucker... find ich halt!
    Lieben Gruß!

    AntwortenLöschen
  16. Hallöchen,

    ich finde deinen Beitrag wirklich interessant und war bisher nur auf der LBM und dort beim Random House Treffen.
    Ich finde es toll was die Verlage sich so alles einfallen lassen um die Blogger zu unterstützen, auch außerhalb von Messen und ich nehme das gerne an.
    Rezensionsexemplare sind immer ein Reizthema, da zieht jeder mit der Zeit seine eigenen Konsequenzen raus.
    Ich persönlich mag auf die Reziex jetzt nicht verzichten, da ich sonst einige Bücher wohl nie gelesen hätte (besonders bei Überraschungspost), da ich sie nicht gekannt hätte oder das Geld einfach nicht dagewesen wäre.
    Aber nach der ersten Euphorie fängt ja eigentlich jeder Blogger an zu selektieren, denn die Anfragen werden bei wachsender Größe ja auch mehr. Ich habe inzwischen auf meinem Blog stehen, dass ich nur noch vereinzelt Anfragen annehme und man damit rechnen muss, dass die Rezension erst nächstes Jahr kommt.
    (Realitisch, dank der Studiums, und was soll ich da rumlügen?)
    Es wird immer die Abgreifer geben und die die keine wollen.
    Ich nehme den Mittelweg, ich nehme mit was mir gefällt und ich zu rezensieren schaffe, kaufe aber natürlich auch weiterhin Bücher selbst, freue mich aber auch über Reziexemplare (egal ob angefragt oder Überraschung)

    Liebe Grüße Sarah
    http://booksonpetrovafire.blogspot.de

    AntwortenLöschen

Ich freue mich immer über ein paar nette Zeilen. Tippselt mir doch was Flauschig-Fluffiges!